
Es war Donnerstag und ich belud mein Auto für das bevorstehende Fischen von Christian Grasshoff. Nach etwa 1 1/2 Stunden Autofahrt in Richtung Zerben/Elbe war ich am Ziel. Ein schöner 20ha großer Kiessee mit vielen Spods und viel natürlicher Nahrung. Nach kurzer Vorstellungsrunde fuhren wir gegen 18Uhr zum Fischer, der den See gepachtet hatte.
Nach einer kleinen Ansprache gab es für jeden erst einmal Wildschweingulaschsuppe und kalte Getränke. Nach der Stärkung wurden die Stellen ausgelost und im Anschluss daran die Camps aufgebaut. Danach traf man sich wieder am Treffpunkt der Abend klang nun bei Bier und Fachsimpelei aus.
Am späten Freitagmorgen traf ich am See ein und sondierte erst einmal die Lage und wir machten uns gemeinsam ein Bild vom See. Sascha im Boot und ich mit Schnorchel und Flossen. Hier schwammen große Schulen von Mamorkarpfen an mir vorbei mit vielen Exemplaren die weit über 30kg auf die Waage bringen. Wir fanden einige sehr vielversprechende Stellen und nach kurzer Absprache versenkten wir unsere Boilies und machten die Ruten für den Beginn des Fischens startklar. Um Punkt zwölf Uhr fiel der Startschuss und nur kurze Zeit später waren unsere Ruten an ihren Bestimmungsplätzen. Ich baute jetzt mein Schirm auf und wir genossen frisch Gegrilltes und ein paar Krombacher.
Der Tag verging wie im Flug. Es war eine brütende Hitze und nur durch die ein oder andere Abkühlung im See zu ertragen. Es dämmerte langsam und jetzt sollte es so richtig losgehen.
Allerdings lag das nicht an den Fischen, sondern an den Blutsaugern die in Mengen wie ich sie noch nie erlebt habe aus allen Ecken auftauchten. Gegen 0100 Uhr nachts floh ich ins Auto, das zum Glück direkt hinter uns stand um wenigstens ein bisschen Schlaf zu bekommen.
Die Bissanzeiger schwiegen….
Die Sonne kam langsam über den Horizont geklettert und ich schälte mich aus meinem Sharan und überprüfte die Angelstellen ob das Futter noch lag. Leider waren die Plätze unberührt. Wir ließen die Montage gerade so liegen und widmeten uns wieder dem Grillfleisch und den Krombachern.
Auch bei den Anderen schwiegen die Bissanzeiger bis auf ein paar wenige Brassen.
Samstagnachmittag führten die Natur Devils ihr Futterkatapult und ihre Wels Rutenhalter vor. Es war schon beeindruckend, das man Futterbälle auf solch große Distanzen bekommen kann und das mit relativ wenig Kraftaufwand.
Während dieser Vorführung kam ich mit den Jungs der Nature Devils ins Gespräch und lud sie auf einen weiteren Plausch mit Sascha ein. Hieraus entstand eine sehr heitere Runde und unsere Vorräte an Bier und Boilies schwanden dahin. Alex fand sehr großen Gefallen an den neuen White-Fisch Boilies die Sascha zum Testen mitgebracht hatte. Auch René war begeistert von unseren Baits und dem Bier.
Gegen Abend stand auf einmal ein Angler mit krummer Rute im Boot und drillte. Wir beobachteten das Ganze aus der Ferne. Denn es sollte sich eine recht amüsante Szenerie da draußen aufbauen. Denn das Boot verschwand samt Angler und krummer Rute im Schilf. Das Einzige was man noch sah war das wackelnde Schilf allerdings hörte man Stimmen die sich stark ächzend und fluchend anhörten. Nach ca. 30 Minuten dann der erlösende Schrei: „Jaaaaaa, Ich hab ihn“. Der Fisch war im Kescher und alle die diesem Schauspiel beiwohnten hielten sich die Bäuche vor Lachen.
Es kam ein schöner Spiegler zum Vorschein und dieser Fisch machte so richtig Hoffnung am ganzen See auf die zweite Nacht.
Am Abend hatten wir auch noch ne Menge Spaß mit unseren Angelnachbarn und so verging auch dieser Abend sehr schnell.
Wieder verzog ich mich in mein Auto um den Mücken diesmal gleich von Anfang aus dem Weg zu gehen.
Als am Sonntagmorgen die Sonne aufging waren wir schon ein wenig enttäuscht. Denn leider schwiegen unsere Carp-Sounder auch in dieser Nacht. Ein wenig Trost gab uns die Nachricht dass alle Anderen auch keine Karpfen mehr fangen konnten. So blieb es bei dem einem Karpfen und einigen Brassen. Trotz dieses Umstandes war es ein gelungener Event von Grassi was seine Fortsetzung mit Sicherheit unter unserer Beteiligung findet.
Gute Laune und eine Menge Spaß standen hier an erster Stelle. Wir bedanken uns bei allen für diesen schönen Event und hoffen uns mal wieder am Wasser über den Weg zu laufen.
Gruß
Sascha Sebastian und Sascha Spamer




