
… ziehts uns ans Wasser!
Alles begann mitte Oktober, als Sascha Sp. und ich die Planungen für diese Session begannen. Der Urlaub wurde eingereicht, der See bestimmt und die Köderstrategien ausgeklügelt.
Im Laufe der Zeit wurden die Strategien übern Haufen geworfen und andere ausgetüftelt, neue Pläne geschmiedet und Futter gemacht. Das einzige was sich nie änderte, war der See!
Da es das ganze Jahr an diesem See nicht richtig gelaufen ist und kaum Karpfen sich auf die Matte bewegen ließen, wollten wir nun es noch ein weiteres Mal versuchen.
Leider kam es, wie es kommen musste und der Dezember hatte eine riesen Portion Schnee im Gepäck und wollte die ausgerechnet in dieser Woche los werden. So mussten wir die Futterstrategie nochmals über den Haufen werfen und ich fütterte montags die Uferkante mit Tigers, Staubfutter und ein paar Boilies in Tiefen zwischen 4 und 7,5m.Mein GTM verriet mir, das die Temperaturen im Wasser alles andere als erfreulich waren. Sie lagen zwischen 3,6°C und 4,1°C und die Nächte waren mit bis zu -12°C angekündigt. Die Hoffnungen schwanden immer weiter, dass die Session stattfinden konnte. Der stürmische Ostwind tat sein Übriges dazu.
Ich mochte gar nicht drüber nachdenken, aber irgendwie juckte es mir auch unter den Nägeln.
Am Mittwoch ging es für mich erst mal alleine los, denn Sascha konnte erst Donnerstag früh zu mir stoßen.
Am See angekommen flog als erstes das GTM ins Wasser und mich traf fast der Schlag!
Unsere schlimmsten Befürchtungen waren wahr geworden. Die Wassertemperatur war heftig gefallen und so hatten wir nur noch 1,6°C in 2m Wassertiefe.
Nach einen kurzen Telefonat mit Sascha war schnell klar, dass es sich für ihn nicht mehr lohnen würde die knapp 400km zu mir zu fahren, da der See unter Garantie in den nächsten zwei Nächten zufrieren würde. Da ich schon mal da war, wollte ich noch eine Nacht mein Glück versuchen und nicht die 120km umsonst gefahren sein.
Ich baute das Zelt auf, machte die Eisen scharf, als Köder verwendete ich unsern White Fish Prototyp in 18mm, Tigers mit Metohdmix sowie einen gelben Fluor-Popup auf einem Teppich aus Hanf und H4-Boilies. Da es nun auch noch begann heftig zu schneien und der Ostwind bitter kalt war, verkroch ich mich in mein Zelt, wartetet und genoss die Stunden mit Glühwein und gutem Essen.
Leider blieb mir das Drillvergnügen vergönnt und so packte ich am nächsten Morgen nach 25cm Neuschnee und 3m Eis am Rand des Sees mit der Gewissheit wieder ein, dass ich alles versucht habe….
Ich wünsche allen die noch draußen sitzen viel Erfolg!
Euer
Sascha Sebastian





