
Vom 29.03. bis zum 01.04.2010 machten wir (Sascha Sebastian und Ich) vom Team Flash Baits, zusammen mit Heiko einem Kunden von Flash Baits, auf den Weg nach Thüringen um die Saison 2010 einzuläuten.
Das Gewässer war schnell gewählt, ein flacher und fischreicher Stausee sollte es werden.
Montagmorgen um 0400 Uhr stand Heiko wie verabredet bei mir im Hof und wir luden sein Tackle um in meinen Sharan und schon konnte die 230km Reise losgehen. Es regnete und auch die Sichtweiten waren eher bescheiden. Um 0640 Uhr war es geschafft um wir konnten Sascha Sebastian in Empfang nehmen. Die Befürchtungen, dass der See schon vollsitzt mit Anglern bewahrheitete sich „Gott sei Dank“ nicht und so war die Qual der Wahl der Angelstelle sehr groß. Wir schossen uns auf zwei Stellen ein und warfen eine Münze auf welcher wir Anfangen wollten. Allerdings hätten wir uns das sparen können, da wir uns doch auf die andere Stelle einigten.
Jetzt begann das übliche Procedere. Ausladen, Aufbauen und und und…
Heiko und ich starteten nochmal zum Einkaufen, Lizenzen besorgen und Sascha blieb am Camp. Zurück am See wurden sofort die Ruten fertig gemacht und an ihre Bestimmungsplätze gebracht.
Der Wind stand voll auf unserem Ufer und die Sonne zeigte sich immer wieder und konnte so das Wasser aufheizen. Damit waren die Rahmenbedingungen eigentlich perfekt.
Nachdem wir uns jetzt endgültig eingerichtet hatten, begann der gemütliche Teil dieser Session und den genossen wir in vollen Zügen.
Der Grill lief ohne Unterbrechung und auch das ein oder andere kühle Blonde fand den Weg in unsere Kehlen. So verging dieser erste Tag wie im Flug und gegen 2200 Uhr legten wir uns auf die Liegen und schliefen alle sehr schnell ein.
Dieser Zustand sollte allerdings nicht allzu lange anhalten denn gegen 0100 Uhr schrie Heikos Carp Sounder nach uns während Heiko drillte, pfiff bei Sascha ebenfalls der Carp Sounder los. Genial, direkt ein Doppelrun, was für ein Einstand. Heiko konnte den ersten Fisch der Session landen und wir staunten nicht schlecht als ich den Kescher auf die Matte legte. Sascha konnte seinen Fisch nur wenig später keschern und so hatten wir einen 15pfd Spiegler von Sascha und einen 28pfd Schuppi von Heiko zur Fotosession überlisten können. Beide Fische bissen auf „The Nugget“ aus unserer Boilierange.
Es wurde gerade hell als sich mein Carp Sounder meldete und uns wieder von der Liege holte. Nach kurzen Drill lag ein 31 Pfd. Schuppenkarpfen auf unserer Abhakmatte. Was für ein Beginn und der Wetterbericht machte uns richtig Hoffnung auf weitere Fische.

Es wurden sehr milde Temperaturen gemeldet und weiterhin böigen Wind der direkt auf unser Ufer drückte. Wir begossen die ersten Fische mit einigen Cappo´s und nem deftigen Frühstück. Der Tag wurde wunderschön und wir konnten unsere “Wunderkörper” in ihrer ganzen Schönheit präsentieren. Um 1300 Uhr hatten wir wieder einen Doppelrun, wobei wir leider nur einen Fisch landen konnten.

Die Fische sprangen im ganzen Bereich wie verrückt und wir konnten dieses Schauspiel auch auf Band bannen. Wir gönnten uns eine Mütze Mittagsschlaf, als ein gewaltiges Gewitter über den See zog. Sturmböhen und Hagelschauer schüttelten den See ziemlich durch. Nachdem das Wetter sich wieder beruhigte, wurde wieder dem Grillfleisch und Bier gefrönt. Die zweite Nacht stand bevor und gegen 2200 Uhr fanden wir den Weg auf unsere Liegen, allerdings wussten da noch nicht was uns bevor stand. Ab 0030 Uhr war an schlafen nicht mehr zu denken, denn die Fische bissen im Stundentakt. Wir konnten bis 0830 Uhr 9 Bisse verzeichnen und Fische bis 24 Pfd. auf die Matte befördern. Alle Fische bissen auf „TheNugget“ und „Sweet Birdy“.

Wir waren total platt von der vergangenen Nacht, trotzdem begossen wir die Fische wieder mit Cappo und Frühstück. Nach dieser Stärkung haben wir die Fische auf unsere Speicherkarten gebrannt. Irgendwie konnten wir unser Glück noch nicht wirklich begreifen. Zu dieser Jahreszeit, ein solches Ergebnis zu erzielen, damit haben wir nicht gerechnet und wir hatten ja noch eine Nacht vor uns.
Der Mittwoch wurde deutlich kälter als die zwei Tage zuvor, dies wirkte sich anscheint auch auf die Fische aus. Sprangen sie am Vortag noch ohne Ende, so sah man heute fast keine Fischaktivitäten. Der Wind wurde empfindlich kalt, trotz des wunderschönen Sonnenscheins. Auch die Nacht kündigte mit hell funkelten Sternen an, dass sich zwar wunderschön werden sollte, allerdings auch schweinekalt.
Die letzte Nacht wurde aber nicht wirklich ruhiger, leider waren es in der Masse nur ziemlich Kleine aber ein Fisch war noch dabei, der nach ersten Schätzungen um die 20 kg liegen sollte. Das morgendliche Wiegen brachte uns die Gewissheit. Bei 20,5 kg blieb der Zeiger stehen und somit hatte Sascha seinen Schuppi PB um ganze 8 Pfd. nach oben geschraubt.

Dieser Fisch war der perfekte Abschluss einer geilen Session. Wir hatten eine Menge Spaß und die Fische taten ihr Übriges dazu.

Immer nur Schöne, euer
Sascha Spamer
Einen kurzen Videotrailer zu diesem Bericht findet ihr hier.





